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Privatkunden & Senioren

Achtung, Telefonbetrug: Falsche Anrufe von der 116117

Illustration: Eine ältere Person hält ein Smartphone mit eingehendem Anruf „116117 – Ärztlicher Bereitschaftsdienst“, daneben der Hinweis „Achtung Telefonbetrug! Die 116117 fragt niemals nach Kontodaten, PINs oder TANs!“

Die 116117 kennt fast jeder: Unter dieser Nummer erreicht man den ärztlichen Bereitschaftsdienst und den Patientenservice, etwa wenn die Hausarztpraxis geschlossen ist. Genau dieses Vertrauen nutzen Betrüger derzeit aus. Nach Baden-Württemberg warnt nun auch die Kassenärztliche Vereinigung Hessen vor einer neuen Betrugsmasche, also direkt bei uns in der Region.

So läuft der Betrug ab

Das Telefon klingelt, und auf dem Display erscheint die 116117. Am anderen Ende meldet sich angeblich ein Arzt, eine Mitarbeiterin des Bereitschaftsdienstes oder der Kassenärztlichen Vereinigung. Im Laufe des Gesprächs wird dann nach sensiblen Daten gefragt, vor allem nach Bank- und Kontoinformationen. Oft bauen die Anrufer dabei Zeitdruck auf, damit niemand lange nachdenkt.

Wie ist das technisch möglich?

Die Täter nutzen sogenanntes Call-ID-Spoofing. Dabei wird die angezeigte Rufnummer gefälscht: Auf dem Display steht eine vertrauenswürdige Nummer, obwohl der Anruf von ganz woanders kommt. Die Kassenärztliche Vereinigung kann das nach eigenen Angaben technisch nicht verhindern. Nur die Notrufnummern 110 und 112 sind vor dieser Manipulation geschützt.

Wichtig deshalb: Eine bekannte Nummer auf dem Display ist kein Beweis dafür, wer wirklich anruft.

Die wichtigste Regel

Der echte Patientenservice 116117 fragt niemals nach Kontodaten, PINs, TANs oder anderen Zahlungsinformationen. Wer am Telefon danach gefragt wird, hat es mit Betrügern zu tun.

So schützen Sie sich

  • Geben Sie am Telefon keine Bank-, Konto- oder Zahlungsdaten heraus.
  • Legen Sie im Zweifel einfach auf. Das ist nicht unhöflich, sondern vernünftig.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Rufen Sie bei Unsicherheit selbst die 116117 an, statt auf den Anruf zu reagieren.
  • Haben Sie bereits Daten herausgegeben? Informieren Sie sofort Ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
  • Sprechen Sie mit älteren Angehörigen über diese Masche. Sie sind besonders häufig Ziel solcher Anrufe.

Dieselbe Methode wird übrigens auch mit anderen bekannten Nummern versucht, zum Beispiel mit dem Sperr-Notruf 116 116. Das Prinzip ist immer gleich: Vertrauen erschleichen, Daten abgreifen.

Sie haben einen verdächtigen Anruf bekommen oder sind unsicher, ob Ihre Daten schon in falsche Hände geraten sind? Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne weiter.

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Quellen
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